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Montag, 11. Oktober 2010

Ökoweine - Neuer Trend?


Auch die Winzer des Elsass haben erkannt, dass der Trend immer mehr in Richtung Bioweine geht.
Im Grunde ist so ein Weinberg an sich schon ein Ökosystem für sich. Ziel des Ökosystemes Weinberg ist auch, eine große Artenvielfalt, um Monokulturen zu vermeiden (Pflanzen zwischen den Reben). Außerdem, wenn ein Winzer ökologisch anbaut, heißt dass nicht auch gleich, dass sein Wein besser bzw. schlechter ist, als der Wein, der noch "konventionell" hergestellt wurde. Das liegt dann wohl noch immer am Können des jeweiligen Weinbauers.

Jedoch ohne Schädlings- und Unkrautbekämpfer zu arbeiten bedeutet nicht, zB. auch auf Kupferpräparate( reichern sich leider im Grund an) und Schwefel(zB gegen Mehltau) zu verzichten. Auch bei der Herstellung wird geschwefelt, also "bio" hat eher etwas mit dem Anbau des Weines zu tun. Nach EU-Richtlinien darf Wein, Bio hin oder her, bei der Herstellung geschwefelt werden. Bioweinbauern benutzen jedoch oft, so weinig wie nur möglich Schwefel, da der Wein sonst gerne mal "kippt". Wenn jedoch schon bei der Herstellung des Weines auf Schwefel verzichtet wird und eben nur bei der Abfüllung zum Einsatz kommt, so finde ich das sehr erstrebenswert, und nach meiner Erfahrung, wesentlich bekömmlicher. Denn wenn zu stark geschwefelt wurde, und das kommt auch bei sehr bekannten und teueren Weinen vor, glühe ich gleich los, wie eine Tomate... sehr unangenehm und enttäuschend.

Dienstag, 31. August 2010

Ribeauvillé/Rappschwihr

Ein bezaubernder Ort an der Elsässer Weinstraße

Ribeauvillé liegt zwischen Weinanbauflächen und Bergen und ist ein bezauberndes Städtchen mit 5000 Einwohnern, das sich sein historisches Kulturerbe bewahren konnte. Der Ort ist charakteristisch für die Elsässer Weinstraße: schöne alte Häuser, charmante Gassen und natürlich gute Adressen des Weinbaus. Der Ort blieb auf wundersame Weise vom letzten Krieg verschont und verdankt seine Besonderheit unter anderem seinem Turm, der früher die Oberstadt von der Unterstadt trennte.

Stadt der Spielleute
Im 14. Jahrhundert wollten einflussreiche Gutsherren Ringmauern um den Ort errichten und ließen zunächst eine Burg bauen. Sie nahmen fahrendes Volk, Gaukler, Akrobaten und reisende Musikanten, die Pfeifer genannt wurden, unter ihren Schutz. Diese machten es sich daraufhin zur Gewohnheit, ihre Lehnsherren zu ehren und sich in der Kapelle "Unserer Lieben Frau" in Dusenbach zu versammeln, um unter dem Klang ihrer Instrumente zur Heiligen Jungfrau Maria zu beten. Noch heute wird dieser Brauch mit dem „Pfifferdaj“, dem Pfeifertag aufrechterhalten. Jedes Jahr kommen fast 25.000 Menschen zu dieser Veranstaltung. Es findet jeweils am ersten Sonntag im Semptember statt.

Dort findet man auch das "Chateau Amritabha", einen Ort der Stille, des Lichtes und der Liebe. Egal welcher Glaubensrichtung man angehört, jeder ist willkommen. Dort werden auch viele Programme für Jedermann angeboten. (Auch kostenlos!) Wie zB. vom 01.-03.10.2010,
über 40 Erlebnis-Vorträge, rund 10 Workshops, kostenlose Heilbehandlungen
von über 60 Heilern, Kinderprogramm, Ausstellungsstände,
Konzert und mehr ...
Das Elsass hat auch Außergewöhnliches zu bieten....

Weintouren Frankreich/Elsass

Montag, 23. März 2009

Wolfberger Weinprobe


Am Samstag hatten wir uns angemeldet zu einer Weinprobe bei Wolfberger, einer der größten Weinbaugenossenschaften im Elsass.
Geheimnisvoll ging es los, der Winzer, Monsieur Thierry Meyer, der die Weinprobe abhielt, kam mit einer Demiflasche, ohne Etikett, zu jedem und füllte damit ein wenig die Gläser der Prüflinge. Er schmunzelte, sagte "une surprise" und fragte uns, was wir denken, was das den wohl für ein Wein sei.
Er hatte eine wunderschöne goldgelbe Farbe, eine intensive Blume (fruchtig, süß, harmonisch) und schmeckte wunderbar abgerundet, süß, volumig, aromatisch. Ja.. klar, dachte ich, dass ist ein sehr guter Vendages Tardives.
Tja, da bin ich natürlich gleich reingefallen, hätte ich mir ja auch denken können, wenn er so verschmitzt eine Überraschung anmeldete. Die Auflösung, nun ja, es war ein alter edelsüßer Riesling, von 1997. Ganz ehrlich, da wär ich nie drauf gekommen.

Weiter ging es mit einem Pinot Noir, einem Schlummberger Princes Abbés 2008; auch mit einem etwas ungewöhnlichen Geschmack; nämlich eher lemonartig, statt kirschig, ein bisserl erdig und im Abgang fast leicht bitter. Interessant.

Dann kamen wir zu den Crémants. Zuerst ein Crémant, bei dem ich auf einen Chardonnay tippte, spritzig und fein, trocken. Ein gelungener Crémant. Bloß das es ein Blanc de Blanc war. Schönheits Wolfberger Brut.
Dann ein Crémant, der mir persönlich nicht schmeckte, zu süß, dadurch alle andern Geschmackskomponenten übertünchend. Ein Paul Gaschy, Auxerlois, Chardonnay, Wolfberger....

Wir gingen dann über zu den Weißweinen. Drei Pinot Blanc aus dem Jahre 2007 wurden angeboten.
Ein Pinot Blanc Vieclles Vignes 2007, Klee Fréres, rund, frisch, mineralisch..
Ein Pinot Blanc Vincent Stoeffler 2007, nicht so gelungen, etwas flach, säuerlich
Ein Pinot Blanc les Lutuis, Josmeyer 2007, sehr sanft, harmonisch erfrischend, der Beste von den Dreien.

Weiter ging es mit den Sylvanern. Ebenfalls drei Weine standen zur Auswahl.
Ein Sylvaner Brandstatt 2007 Domaine Otter. Ein frischer, leichter Wein mit ein wenig Fruchtigkeit. Sehr zu empfehlen.
Ein Sylvaner Grand Cru Zotzenberg 2007 Rieffel, ein guter Tafelwein, der allerdings für einen Grand Cru etwas enttäuschte.
Ein Sylvaner Z 2007, Paul Küber, der nicht empfehlenswert ist. Flach, wässrig, sauer.

Gegen Ende der Weinprobe gab es dann noch etwas sehr Besonderes.
Ein Riesling Grasberg 2005, Marcel Deiss. Was soll ich sagen, so sollte ein vorzüglicher Riesling sein. Rassig, von feiner Fruchtigkeit, trocken, blumige Nuancen,mit einem edelen Bukett. Sehr zu empfehlen, wenn es mal ein besonderer Riesling sein soll.

Schmunzeld bot uns der Winzer nochmals etwas Besonderes, einen Riesling Paul Blanck 1973. Nie hätte ich gedacht, dass ein Wein so eine Blume haben könnte, die eher an Majoran, Organo und die Provence im Sommer denken läßt. Außergewöhnlich, besonders!

Um mich dann ganz zu verwirren, gab es zum Schluss etwas, von dem ich annahm, das es ein Sherry war, was mich dann doch verwunderte, bei einer Weinprobe im Elsass.
Doch was dann dabei herauskam, toppte alles. Es war ein Gewürztraminer! Cave Vinicole d'Eguisheim 1959.... (mein Geburtsjahr)

Fotos

Dienstag, 27. Januar 2009

Die sogenannte "Weinsprache"

Nachdem ich mich nun eine Weile mit dem Weine, Weinproben und auch Weinkennern, beschäftigt habe... tendiere ich eindeutig zu den Weinliebhabern..

Warum?

Nun, wenn man sich die Ausdrucksweise mancher "Spezialisten" anhört, sitze ich da und könnte mich kugeln vor Lachen und manchmal frage ich mich, ob ich mich nicht doch ein bisserl verirrt habe...

Hier ein paar Beispiele, damit man versteht, was ich meine:

ein eleganter Wein, jedoch ohne Rückrat
(ist ein Wein von hohem Niveau, jedoch ohne genügend Säuregehalt)

reif, aber reizlos
(ist ein Wein, wenn er keine Frische und Fruchtigkeit mehr hat und ebenfalls wenig Säuregehalt ihn reizlos schmecken lässt)

den Höhepunkt erreicht
(wenn ein Wein den optimalen Zeitpunkt zur Verkostung hat, danach baut jeder Wein wieder ab und verliert an Qualität)

frühreif
(ist ein Wein, wenn er seine Reife früher als erwartet erreicht hat, nicht lange lagerfähig ist und bald Verkostet werden sollte)

wunderschön ausgereift
(ist ein Wein, wenn er trotz seiner fortgeschrittenen Reife über einen edlen und harmonischen Geschmack verfügt. Oft handelt es sich um hochwertige Prädikatsweine)

Und da gibt es noch viele Beispiele, die mich oft schmunzeln lassen und ich mich manchmal frage, wird hier nun ein Wein oder eine Frau beschrieben.
Aber vielleicht liegt das nun auch wieder im Auge des "Betrachters".

Sonntag, 28. Dezember 2008

Montag, 15. Dezember 2008

Elsass/Elzas/Alsace



Das Elsass, Alsace für die Franzosen, ist mit nur knapp 14.500 Hektar Rebfläche keine der ganz grossen Weinbauregionen Frankreichs, aber diejenige mit dem vielleicht eigenständigsten Charakter. Das Weinbaugebiet beginnt im Norden bei Strassburg geht entlang der deutschen Grenze und reicht bis nördlich von Mulhouse / Mülhausen in einem oft nur knapp zwei bis fünf Kilometer schmalen Band am Fusse der Vogesen. Seine östliche Grenze bildet der Rhein ab Basel.

Der Elsass teilt sich in zwei Départements, das als besseres Wein-Gebiet bezeichnete, südliche Haut-Rhin (Ober-Rhein) und das nördliche Bas-Rhin (Unter-Rhein).

Die Route du Vin

Die 170 Kilometer lange Weinstrasse "Route du Vin" berührt viele der wunderschönen Weinorte im landschaftlich ungemein reizvollen Gebiet. Im September und Oktober verwandelt sich die berühmte Strasse zur längsten Schlemmermeile des Landes. Tausende Schilder laden zur "Dégustation" (Weinprobe), locken Weinfeste und Kellerführungen, brodelt Traubenmost in alten Holzfässern, fliesst junger Wein aus manch einem Dorfbrunnen. Kaum beachtet wie Kientzheim, wo die Weinbruderschaft "Confrérie Staint Erienne" im Schloss alljährlich die besten Elsässer Weine auszeichnet. Die Wurzeln der Elsässer Weinbruderschaft gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Oder Hunawihr (Hunaweier), Bilderbuchdorf mit Grand-Crus-Lage, Wehrkirche und in Würdigung des Landesvogels: den Parc des Cigognes - die Schau der Störche. Dort passiert es schon einmal, dass sie ein wenig warten müssen, wenn gerade ein Storch gemütlich über die Strasse stolziert. Fast verschwunden wie das Symboltier ist auch das Erbe, das Turckheim (Türkheim) aus dem Mittelalter gerettet hat: Jeden Abend um 22 Uhr wünscht ein Nachtwächter Bewohnern und Besuchern laut, aber mundartlich "a guite Nacht".

Riquewihr (Reichenweiher) versteht sich als Zentrum des elsässischen Weinbaus. Hinter dem Dolder, malerischer Torturm und Wahrzeichen des Weinorts, wird Überzeugungsarbeit an allen Ecken und Enden geleistet: mit Dégustationen bei Dopff au molin oder Dopff & Irion, mit Kitsch und Kunst und Gugelhupf-Formen. Doch sind Ende September oder Anfang Oktober die Zufahrt in die Zentren von Kaysersberg oder Ribeauvillégesperrt, wird bei feuchtfröhlichen Weinfesten die Tradition gelebt.

Auch Obernai (Oberehnheim) hat sein mittelalterliches Stadtbild hinter einem Mauerring bewahrt. Ein Abstecher führt von hier zum 736 Meter hohen Monte St. Odile (Odilienberg). Eine zehn Kilometer lange "Heidenmauer" umgibt den "heiligen Berg" des Elsass.

Ähnlich wie Strassburg an der Ill hat auch Colmar an der Lauch eine - allerdings sehr viel kleinere - Altstadt zu bieten, "La Petite Venise", die in mittelalterlicher Tradition restauriert wurde. Von den Franken gegründet wurde Colmar im Jahre 823 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Weltberühmt wurde die mit etwa 86.000 Einwohnern drittgrösste Stadt (nach Strassburg und Mulhouse) des Elsass jedoch durch den Isenheimer Altar (Bild rechts) von Mathias Grünewald (um 1480 bis 1528) im Unterlinden-Museum.

Ebenfalls finden sie in Colmar auch das Geburtshaus des Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi, der 1886 die New Yorker Freiheitsstatue erbaut hat. Das Jahr 2004 ist das Gedenkenjahr des 100. Todestages des Künstlers in Colmar.

Das Elternhaus des "Urwalddoktors" Albert Schweitzer (14.1.1875 - 4.9.1965) hat das Münstertal in der Nähe von Colmar zu bieten, . Im Pfarrhaus von Gunsbach hat der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953 seine Kindheit verbracht. Das Haus ist ein Museum, wo im Zimmer des Gelehrten heute noch sein Stock und sein Hut hängen. Ein Albert-Schweitzer-Weg führt anhand von 16 Tafeln auf den Spuren Albert Schweitzers durch das Dorf Günsbach. Er beginnt beim Alten Pfarrhaus in der Rue du Docteur Albert Schweitzer 3 und geht hinauf zum Denkmal auf dem Kanzrain. Sein Ende ist beim Albert-Schweitzer-Haus in der Rue du Munster 8. Der Rundgang über die 920 Meter dauert etwa eine Stunde. Ebenfalls ein Albert-Schweizer-Museum finden sie an seiner elsässischen Wirkungsstätte in Kaysersberg,einem malerischen Dörfchen mit einem weltberühmten Weihnachtsmarkt.

Dieses Tal ist auch die Heimat des berühmt-berüchtigten Münsterkäse. Stark riechend und mit rötlich-brauner Rinde schmeckt dieser elsässische Beitrag zum Käsereichtum. Käseliebhaber und Frühaufsteher können übrigens von Mai bis Oktober in der Ferme-Auberge "Lameysber" in Breitenbach beim Zubereiten des berühmten Münsterkäses zuschauen. Jeden Tag werden hier 230 Liter Frischmilch verarbeitet. Bis zu drei Wochen müssen die Käselaibe im Keller gelagert, gewendet und mit Salzwasser abgewaschen werden, bis der Verkauf ansteht.

Freitag, 21. November 2008

Ist Wein gesund?



Es ist mittlerweile unbestritten, dass Weine, zumindest in Maßen, gesund sind. Er soll den Fettstoffwechsel verbessern, auch das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Krebserkrankungen senken. Aber warum?
Der Grund liegt in den Inhaltsstoffen dieses wunderbaren Getränkes. Als da sind Kalium, Polyphenole, Magnesium, Reservaterol, Quercetin, Katechin, Procyanidin, Antocyanidin; und im Weißwein findet man noch Kaffesäure und Tyrosin.....
Gut das ich das nicht aussprechen mußte sondern nur schreiben... hätte mir die Zunge gebrochen, aber mußte ja mal "gesagt" werden. Also Polyphenole z.B. wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Besonders viel Polyphenole findet man im Rotwein, aber auch in einigen Weißweinsorten. (Riesling)

Die Rebe entwickelt Polyphenole zum Schutz des Stockes und der Traube, vor freien Radikalen, Bakterien und Pilzen. Sozusagen ein natürliches Antibiotika für die Pflanze. Das wird um so mehr gebildet, als dass die Pflanze einem oft wechselden Klima ausgesetzt ist, weniger bei permanenter Sonneneinstrahlung. Sozusagen, bei Reben die mehr "kämpfen" müssen. Auch der Reifeprozess ist dadurch verlangsamt, so dass sich mehr Pflanzenstoffe bilden können.

So finden sich diese gesunden Inhaltsstoffe verstärkt in Weinen aus dem Elsass, einigen deutschen Weinbau gebieten, wie z.B. auch in Spätburgunder.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Rezept

Mandarinen-Gemüse zu Schweinefilet

Zutaten für 4 Personen:

3 Stk. Mandarinen
1 Stk. Chilischote, rote
400 ml Orangensaft
5 EL Apfelessig
2 EL Honig
1 EL Senfkörner
400 g Schweinefilet
1 EL Olivenöl
1 EL Speisestärke
1 Prise(n) Jodsalz
1 Prise(n) Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung von Mandarinen-Gemüse zu Schweinefilet

1. Mandarinen schälen, in Spalten teilen. Evtl. weiße Haut entfernen. Chili entkernen, hacken. Saft, Essig, Honig und Körner ca. 15 Minuten einkochen.

2. Fleisch waschen, trockentupfen. Öl erhitzen. Fleisch 15–20 Minuten von allen Seiten gleichmäßig braten. Stärke mit 3 EL kaltem Wasser verrühren, in die kochende Soße geben, binden. Mandarinen zugeben, würzen. Fleisch in Scheiben schneiden, mit Gemüse anrichten. Dazu passt Kartoffel-Gratin. Riesling Baummann-Zirgel "Streng"

Donnerstag, 25. September 2008

Kompetenz...

Ab wann ist man kompetent, um sich ein Urteil über Wein zu erlauben??? Wenn man sämtliche Fachausdrücke dieses Genres beherrscht? Oder, wenn man mindestens 1-2 Lehrgänge besucht hat, oder 3-4 dicke Weinbücher gelesen hat? Wenn man sich jahrelang mit Wein beschäftigt hat? Gibt es sowas wie "Naturtalente"? Oder ist es eine Kombination aus Allem?
Geht es um die Freude und den Genuss von Wein, oder muss man mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an die ganze "Sache" herangehen? Wer kann das beurteilen? Wer ist berechtigt zu sagen..... "dieser Mensch ist kompetent".... Schließlich leben eine Menge Menschen von dem "Urteil" dieser "kompetenten" Profis.
Würde mich mal interessieren, was Weinliebhaber dazu zu sagen haben....

Montag, 15. September 2008

Appellation d'Orgine Contrólée A.O.C


Jeder elsässische Wein trägt eine A.O.C.

Weine, die mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung "Alsace" oder "Alsace Grand Cru" ausgewiesen sind, tragen im allgemeinen den Namen ihrer Rebsorte und werden immer in der typischen Flasche, der schlanken elsässer Flûte, präsentiert.

Die A.O.C. Alsace ist die am häufigsten vorkommende Bezeichnung. Auf dem Etikett steht die jeweilige Rebsorte, oder Handelsmarke, oder die Angabe "Edelzwicker" bzw. "Gentil" für den Verschnitt verschiedener weißer Rebsorten, erwähnt sein. Auch die geograpfische Herkunft kann man hierauf finden.

Die A.O.C. Alsace Grand Cru wird an Weine verliehen, die strengen Qualitäts- und Ertragserfordernissen gehorchen müssen, dies insbesondere was die Abgrenzung der Parzellen, den natürlichen Körperreichtum und die Zulassungsprobe betrifft. Auf dem Etikett müssen außer der Rebsorte ( nur Riesling, Muscat, Pinot Gris und Gewürztraminer dürfen verwendet werden), der Jahrgang und einer der 50 abgegrenzten Gewanne, die ein Anrecht auf diese Bezeichnung haben, präzisiert sein. Abgesehen von der Rebsorte ist es der jeweilige Boden, der jeden Alsace Grand Cru zu einem unverwechselbaren Spitzenwein macht.

Die A.O.C. Cremant D'Alsace krönt die feinen, spritzigen Schaumweine aus dem Elsass, die nach der traditionellen Methode hergestellt werden. Hauptsächlich Pinot Blanc, aber auch Pinot Gris, Pinot Noir, Riesling oder Chardonnay werden für den, auf dem französischen Markt führenden Schaumwein, genommen. 
Ich persönlich liebe den Cremant sehr und ziehe ihn so manchem Champangner vor!

Die Prädikate "Vendanges Tardives" und "Selections de Grains Nobles"

Diese Prädikate würdigen in dem Falle seltene Weine, die oft etwas Samtiges oder Likörartiges haben.

Die "Vendanges Tardives" (Weine aus späten Lesen)

Sie werden aus den Trauben des Gewürztraminers, Pinot Gris, Riesling oder Muscat hergestellt, die überreif, zumindest jedoch mehrere Wochen nach dem offiziellen Lesebeginn, geerntet werden. Die Eigenheiten der Rebsorte und deren aromatischer Ausdruck werden noch verstärkt durch die entstehende Konzentration, sowie die Entwicklung der Edelfäule. Diese Weine sind eine elegante Begleitung für diverse exotische Gerichte, Foie Gras oder wenig gezuckerte Nachspreisen.

Die "Selections de Grains Nobles" (Trockenbeerenauslesen)

Hier werden nur die von der Edelfäule befallenen Trauben ausgelesen. Dies sind wahre Meisterwerke, die durch ihren Aromenreichtum, ihre opulente Körperfülle und den weichen, mitunter likörartigen Charakter bestechen. Sie bereiten ein langanhaltendes Geschmackserlebnis und sollten daher zum Dessert oder noch besser außerhalb der Mahlzeiten, ganz für sich allein, genossen werden.

Die Weinlese im Elsass findet im allgemeinen zwischen Mitte September und Ende Oktober statt, wobei es sich natürlich jedes Jahr nach dem Reifegrad der Trauben richtet.

Montag, 8. September 2008

Riesling Rules

Riesling-Regeln.. ist ein nettes kleines Büchlein, von etwa 40 Seiten zum Thema Riesling-Weine, von Pacific Rim.
Nicht nur um die Geschichte geht es, auch um die Fragen wie, wo und wieviel produziert wird, und was sind die "besten" ....... Rieslingweine.
Auch findet man ein Kapitel über "James Bond und Rieling" und die "Top 10 der Städte", in denen sie am Besten eine Flasche Riesling trinken können.
Die Broschüre bekommen sie kostenlos, on- und offline. Auch wird sie ihnen per Post ins Ausland geschickt, ohne Zusatzkosten!
Onlinebestellung bitte hier klicken....
Das ist doch mal eine nette Initiative, oder?
http://rieslingrules.com/the_book/

Donnerstag, 4. September 2008

Altes französisches Sprichwort


Im Wasser kann man sein eigenes Gesicht erblicken, im Wein jedoch, die Seele des Anderen.....

Montag, 1. September 2008

Domaine Baumann-Zirgel


Auf dem Wochenmarkt von Gerardmer kamen wir in Kontakt mit dem Elsassweinhaus (Domaine) Baumann-Zirgel aus Mittelwihr. Auf so einem Wochenmarkt erwartet man nun nicht gerade etwas Außergewöhnliches... Doch Irrtum... mal ein bißchen den Wein getestet, ins Gespräch gekommen; sehr netter Mann; weiter gestestet.. man weiß ja nie. Mein Mann versuchte mal einen Riesling 2007 Streng und ich ein Gläschen Cremant, Brut. Schön! Wir schmeckten beide ein bisserl Mandeln im Abgang. Machte Spaß und war eine Überraschung!

Grund genug für uns, dieser Domaine einen persönlichen Besuch abzustatten. Was wir gestern auch taten und sehr freundliche Leute vorfanden, die sich trotz eines gewissen Streßes, es waren gerade 2 riesige Busse zur Besichtigung vorgefahren, Zeit für uns und unsere Wünsche nahmen.

Der Riesling "Streng" ist nicht "zu" sauer, jedoch frisch und wie gesagt, im Abgang ein bisserl mandelig. Auch der Preis von 8,20 Euro ist absolut ok. Danach auch den Riesling "Schlossberg" verkostet... kernig, kraftvoll, rund und voller Düfte. Diesen Wein kann man auch eine geraume Zeit aufbewahren, ohne das er seine besondere Note verliert. Preis 14,90 Euro, ebenfalls gerechtfertigt.

Etwas, was wir nicht so oft erleben: Wie verkosteten nochmals den bereits erwähnten Cremant (Brut 8,-- Euro), wie beim Erstenmal.. lecker..., dann einen AOC Crémant, Blanc de Blanc, 15,-- Euro. Diese Flasche war bereits einen Tag vorher geöffnet worden und schmeckte uns nun nicht soo toll. Das ging natürlich nicht! Ohne Probleme wurde eine neue Flasche geöffnet (.... Erstaunen unsererseits) Das hatten wir auch schon anders erlebt! Sehr aufmerksam, sehr professionell!

Wir fragten den Hausherrn, während er uns durch seinen schönen "Hof" führte und uns alles erklärte, ob er auch einen Rose Cremant anböte. Den hatten Mittags in einem anderen Haus geprüft. Leider nicht.... "er" würd es ja schon gern versuchen, aber seine Frau sei noch nicht so von überzeugt, schmuzel. ;-) Übrigens auch eine sehr liebenswerte, passend zum Mann, Dame....!

Wir kauften einige Flaschen von dem "Streng" und dem Brut... und des weiteren nochmals Dank, für die dazugelegte Aufmerksamkeit.

Unser Fazit:
Feine Weine, geschmacklich über dem Durchschnitt, ohne gleich teuer zu sein. Wir nehmen Baumann-Zirgel, mit großer Freude in unser Angebot bei Weinproben und Weintouren, auf.

http://www.baumann-zirgel.com/

Mittwoch, 27. August 2008

Restaurant "La Table de Mittelwihr"


Dieses kleine, aber sehr feine Restaurant, haben wir nun schon zum 2ten Male besucht und mußten festellen, daß es uns noch besser gefallen hat, als beim ersten Mal ( und da waren wir schon sehr angetan). Was bei uns, und das müssen wir doch zugeben, äußerst selten ist.

Die Küche ist ausgezeichnet, ideenreich, erstklassig auch die Auswahl der Produkte; die Bandbreite geht von beinahe Haute Cousine, zu typschen Gerichten aus dem Elsass. Alles durchgehend, vom ersten bis zum letzten Gang, sehr harmonisch aufeinander abgestimmt.

Die Weinkarte läßt auch für den verwöhnten, anspruchsvollen Kenner keine Wünsche offen.
Neben den bekannten Weinen, bieten sie auch ausgesprochen excellente Weine aus Domainen der direkten Umgebung an, wie z.B. Baumann-Zirgel oder Horcher... Auf Erstere werden wir noch im Detail eingehen....

Der Service und die Bedienung sind sehr zuvorkommend und aufmerksam, ohne aufdringlich zu wirken. Ebenfalls ist es angenehm, daß sowohl der Service als auch die Speisekarte in mehreren Sprachen angeboten wird. Selbst auf Probleme, wie z.B. Allergieen wird sehr zuvorkommend eingegangen.

Last but not least.... das Preis-Leistungsverhältnis fällt ebenfalls sehr moderat aus, heißt... auch dort gibt es nichts zu bemängeln.

Wir können ihnen nur empfehlen, bei einem Ausflug ins wunderschöne Elsass, daß sicher auch oft sehr "touristisch" orientiert ist; gönnen sie sich diese kleine Oase................

3 Jolisoleil-Sonnen

http://www.la-table-de-mittelwihr.com/

Dienstag, 11. März 2008

Rezept

Elsässer Spezialität... wollte doch mal ein kleines Rezept einfügen. Viel Spaß und laßt es euch schmecken :-)...

Für 6 Personen

Spezialflammekuecheteig :
430 g Mehl,
Salz,
15 g Öl oder Schmalz,
1/4 l Wasser.

Belag :
400 g frischer Rahm,
400 g Zwiebeln,
200 g Speck, in dünnen Scheibendurchwachsen.

Zubereitung :
Das Mehl auf der Arbeitsfläche häufen und eine Vertiefung in die Mitte drücken, Den Salz dorthin geben, das Öl und schliesslich das Wasser.
Gleichzeitig mit einer Gabel das Wasser sofort mit dem Mehl vermischen. Schliesslich zu einem weichen Teig kneten, der sich allerdings nicht klebrig anfühlen darf.
Wichtiger Hinweis :
In der Kuchenmaschine gelingt der Teig am einfachsten :
alle Zutaten bis auf das Wasser einfüllen, und auf hoher Geschwindigkeit laufen lassen und dabei das Wasser angiessen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in gleichmässige Portionen teilen und jeweils sehr dünn ausrollen, und gleichzeitig rundformen.
Die Teigplatten dick mit Rahm bestreichen, die in dünne Ringe gehobelten Zwiebeln darauf verteilen, den in schmale Streifen geschnittenen Speck dazwischen streuen.
Im sehr heissen Ofen 5 bis 10 Minuten backen, bis der Boden knusprig geworden ist und der Belag brodelt.
Dazu empfehlen wir einen Sylvaner...

Donnerstag, 28. Februar 2008

Die Farbe des Weines

Klarheit, Farbtiefe und Farbe beim Wein

Das Aussehen eines Weines kann viel über Rebsorte, Herkunft, Reife und Zustand eines Weines aussagen. Man unterscheidet bei der Beurteilung des Aussehens zwischen Klarheit, Farbtiefe und Farbton.
Klarheit
Wenn Sie ein Weinglas gegen eine Lichtquelle oder gegen eine helle weiße Fläche halten, erkennen Sie die Klarheit. Das Spektrum reicht von kristallklaren über saubere bis hin zu deutlich getrübten Weinen. Eine Trübung (zu unterscheiden von aufgewirbeltem Depot, das sich mit der Zeit absetzt) ist immer ein Zeichen von fehlerhafter Qualität oder Überreife.
Farbtiefe
Die Farbtiefe ist am besten zu beurteilen, wenn Sie das Glas schräg gegen eine weiße Fläche (Tischtuch) halten und sich den Rand ansehen. Sowohl bei Weiß- als auch bei Rotweinen kann eine gute Farbdichte auf körperreiche und tiefe Weine hindeuten. Die Farbtiefe hängt auch von der Rebsorte ab. So ist ein Pinot Noir z.B. weniger farbtief als z.B. ein Syrah, Cabernet Sauvignon oder ein Dornfelder.
Bei Weißweinen nimmt die Farbtiefe bei zunehmender Reife eher zu, bei Rotweinen nimmt sie dagegen ab, es sei denn es tritt bereits eine Oxydation ein, was die Farbtiefe wieder erhöht..

Der Farbton ist ein Indiz für Rebsorte, Herkunft und Reife. Kupfer- und Brauntöne am Rand des Glases sind ein Indiz für beginnende Reife und deuten im Zentrum des Glases auf Überreife hin. Ein brauner Wein ist mit Sicherheit bereits tot.
Purpur dagegen ist in der Regel ein klares Zeichen für junge Weine, aber auch eine Eigenschaft einiger Rebsorten (z.B. Gamay oder Portugieser).
Bernstein und tiefe Goldtöne finden sich bei gereiften Weißweinen, insbesondere Weine mit Edelfäule.
Artikel von Weinplus.de

Dienstag, 12. Februar 2008

Weinlese



Die Weinlese im Elsass. Mit liebevoller Sorgfalt und sehr großem Einsatz arbeiten noch viele kleinere Winzer wie vor langer Zeit.

Weinmesse 15. bis 19. Februar 2008

Drei Mal täglich findet auch 2008 während der Weinmesse um 11, 15 und 17 Uhr auf dem Messegelände in Straßburg (Halle 20/21) eine Weinprobe statt. Sie dauert eine Stunde. Ein Probierglas für die Weinprobe erhalten Sie am Eingang geschenkt.

Weinfeste im Frühjahr

Von April bis September beleben alljährlich über 50 Weinfeste die schmucken Fachwerkdörfer der Elsässischen Weinstraße.


Die Route des Vins d´Alsace (die Elsässische Weinstraße) windet sich von Nord nach Süd quer durch die Hügel der Weinberge auf mehr als 170 Kilometern am Fuße der bewaldeten Ausläufer der Vogesen. Ihr zu folgen ist eine wahre Freude; die Weinberge, meist sanft, aber auch mal steil, wechseln mit blumengeschmückten Dörfern und engen Gassen ab, deren unverwechselbare Häuser sich um den Kirchturm scharen. Die Weinstuben und die kühlen, gastlichen Probierkeller zeigen jederzeit die Liebe zum Wein. Im Norden von Colmar bietet das Haus des Elsässer Weins Gelegenheit, die Weinberge und die Elsässer Weine kennenzulernen, ebenso wie eine große Auswahl informativer Dokumente über die Elsässer Weine.

An der nördlichen Pforte der Weinstraße in Marlenheim ebenso wie an der südlichen Pforte in Thann bieten Empfangsbüros dem Publikum Informationen über die Rebsorten, die Geologie der Weinberge, die Arbeit der Winzer... Von der Weinstraße aus kann man sich zu Fuß in das Herz der Weinberge begeben bis zum Gipfel der Hänge; zahlreiche, gut markierte Weinpfade laden dazu ein, die Arbeit im Weinberg und die unterschiedlichen Rebsorten näher kennenzulernen.


Der elsässische Wein

26 Prozent des elsässischen Weins werden exportiert, das entspricht über 300 000 Hektoliter. Die Elsässer Weine tragen im allgemeinen den Namen der Rebsorte, aus der sie gekeltert sind. Es gibt sieben Rebsorten: den Pinot Blanc, den Sylvaner, den Muscat d´Alsace, den Riesling, den Tokay Pinot Gris, den Gewürztraminer und den Pinot Noir. Immer in ihrer typischen, schlanken Flasche angeboten, werden sie obligatorisch im Anbaugebiet abgefüllt.

Der Pinot Blanc:

rund und delikat, vereinigt Frische und Geschmeidigkeit. Er stellt die gute Mitte in der Palette der Elsässer Weine dar.

Der Sylvaner

ist ein bemerkenswert frischer, leichter Wein mit diskreter Fruchtigkeit. Angenehm und durststillend, kann er oft auch lebhaft sein.
Der Muscat d´Alsace
unterscheidet sich von den süßen Muskatweinen des Mittelmeerraumes durch seinen trockenen Charakter. Sehr aromatisch, vermittelt er den Eindruck frischer Früchte.

Der Riesling

trocken und rassig, von feiner Fruchtigkeit, bietet ein Bukett von großer Feinheit, manchmal mit mineralischen und floralen Nuancen. Bekannt als eine der besten weißen Rebsorten in der Welt, ist er "par excellence" der “Freund der Rebkultur".

Der Tokay Pinot Gris

ist ein üppiger, runder Weißwein mit charakteristischem Bukett. Körperreich, mit einem langem Abgang, entwickelt er Aromen, die an den Wald erinnern oder manchmal leicht rauchig sind.

Der Gewürztraminer

körperreich und gehaltvoll, ist wahrscheinlich der berühmteste unter den Elsässischen Weinen. Sein intensives Bukett entwickelt reiche Früchte-, Blumen- und Gewürzaromen, worauf auch sein Name hinweist. Kräftig und verführerisch, manchmal samtig, ist er ein Wein, der oft gut altern kann.

Der Pinot Noir

ist der einzige Rosé- oder Rotwein des Elsass. Sein typisch fruchtiges Aroma erinnert an die Kirsche. Der rote Pinot Noir kann in Eichenfässern ausgebaut werden, was dann seinen Aromen eine komplexere und körperreichere Struktur gibt.

Über das Elsass und den Wein



Das Elsass genießt ein ganz besonderes Klima. Es betrifft ein Mikroklima, das besonders für den Weinanbau geeignet ist. Es gibt sehr große Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter, was sich jedoch ausgezeichnet auf die Weintrauben auswirkt.

Im Frühling und im Herbst fällt relativ wenig Regen, da sie häufig sehr mild sind. Die Vogesen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie die Westwinde und den Regen zurückhalten, oder besser gesagt, sie "ziehen die Wolken leer". Je dichter sie ans Elsass kommen, um so weniger regnet es. Wir sind keine Meterologen, aber je ausprägter das Tal, desto weniger regnet es bzw. umgekehrt, je näher die Berge zusammen, desto mehr Regen gibt es. Dies hat ungezweifelt damit zu tun, wie dicht die Wolken sind, wie hoch sie steigen und besonders wie schnell sie das tun.

Zurück zum Wein: Neben dem Wetter ist vor allen Dingen der Boden sehr wichtig. Das es sehr trocken sein soll und die Sonne viel scheinen sollte erwähnten wir ja bereits.

Das bedeutet, wie bei jedem Wein, daß die Wurzeln tief in den Grund eindringen müssen, nach der suche nach Wasser und Nährstoffen. Die Zusammensetzung des Boden variiert enorm: Kalk, Sandstein, sedimentäre Gesteine etc. Man schmeckt sie auf jeden Fall heraus. Abgesehen von der Traube, ergibt sich durch den Boden einen enormen Unterschied im Geschmack des Weines.

Wein muß leiden, wird manchmal gesagt. Bei der Suche nach Wasser muß es der Weinrebe nicht leicht gemacht werden. Aber auch das Überleben der Winter und wiederum das anpassen an den Sommer machen, was wir hier sagen, aus dem Elsasswein einen echten "Kämpferwein". die Wurzeln müssen sehr tief gehen und nehmen so "en passant" vieles in sich auf. Das sieht man auch in der Bourgogne. Im Gegensatz zum Bordeauxwein (Seeklima), muß der Wein hier eben mehr kämpfen, was ihn öfter pregnanter und "weniger rund" macht. Auf der anderen Seite, sind die Weinbauern sehr kundig, um ihren Wein auf den Geschmack ihrer Kunden abzustimmen.